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Lauwers

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Natuur
Historie

Die Bedeutung der Lauwers

Die Lauwers ist heute ein freundliches Gewässer, das einst für große Schiffe befahrbar war, aber auch Schauplatz vieler Schlachten und Kriege. Zwischen 1413 und 1422 herrschte der Große Friesische Krieg zwischen den sogenannten Schieringern und den Vetkopern. Die Schieringer herrschten über das Gebiet von West-Lauwers; die Vetkoper beherrschten das Gebiet östlich der Lauwers und der Groninger Ommelanden. Es dauerte neun Jahre und viel Blutvergießen, bis die Friesen unter Einmischung zahlreicher Mächtiger, unter anderem aus Holland, Ostfriesland und dem Ausland, zu einer Art Frieden kamen. Der Friedensvertrag vom 1. Februar 1422 erhielt den besonderen Namen: - Der Kuss von Groningen. Zwei wichtige Punkte in diesem 'Zoen': 1. die Grenze zwischen den beiden Parteien wurde auf der Lauwers gezogen; 2. die Beibehaltung der 'friesischen Freiheit', was soviel bedeutete, dass 'fremde Herren aus Friesland herausgehalten werden sollten'. Die Lauwers bildete auch die Sprachgrenze zwischen zwei Varianten der friesischen Sprache. Westerlauwersfriesisch ist das Friesisch, das im heutigen Friesland noch gesprochen wird. Sein Gegenstück war das Ostniederfriesische, eine Sprache, die heute fast vollständig ausgestorben ist. Auch heute noch gilt die Lauwers als Sprachgrenze, da das östlich der Lauwers gesprochene Friesisch gegen niedersächsische Dialekte ausgetauscht wurde.

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